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Bericht aus dem Gemeinderat vom 21.01.2026

Nahwärme in Durmersheim: Feinstaubwolken ziehen über die Villa Sonnenschein, im Wärmenetz gibt es gigantische Energieverluste, die Gemeinde muss laut Haushaltsplan ein jährliches Defizit von ca. 200 T€ ausgleichen und demnächst Investitionen in Millionenhöhe tätigen, viele Nutzer steigen wegen der hohen Kosten aus. Das waren für uns gute Gründe, um in der Gemeinderatssitzung vom 21.01.2026 beim TOP Kommunale Wärmeplanung wie schon am 23.07.2025 erneut gegen den weiteren Ausbau der Nahwärme in Durmersheim zu stimmen. Der nun vorgelegte Bericht zur kommunalen Wärmeplanung (Download sh. unten) bestätigt unsere Position: Er zeigt nämlich, dass in den dort ausgewiesenen Eignungsgebieten für eine Erweiterung des Nahwärmenetzes vor allem in Würmersheim die für einen wirtschaftlichen Betrieb von Nahwärme erforderliche Wärmeliniendichte deutlich nicht erreicht wird. Leider stimmte die Mehrheit des Gemeinderats erneut dafür, die aus unserer Sicht ökologisch und ökonomisch völlig unvernünftige Nahwärmeversorgung fortzuführen und auszubauen.

Dem Vergabevorschlag der Verwaltung zur Überarbeitung des Generalentwässerungsplans für unsere Gemeinde stimmten wir zu. Der GEP definiert wichtige Maßnahmen zur Sicherstellung der Trinkwasserversorgung für Durmersheim und zur Verbesserung der Wasserqualität im Federbach. Zudem ist er eine wichtige Voraussetzung für die weitere Ortsentwicklung und für die Ausweisung von Gewerbegebieten.

Beim TOP Vergabe der Beschaffung der Kücheneinrichtung und der Möbeleinrichtung für das neue  Feuerwehrgerätehaus hatten wir ein Problem damit, dass für die Kücheneinrichtung 98.000 € ausgegeben werden sollen. Schließlich geht es hier nicht um eine Mensa oder um einen Restaurantbetrieb, sondern um eine Küche für den Eigenbedarf der Feuerwehr. Wir fanden es unpassend, einerseits Spenden für die Villa Kunterbunt zu sammeln und andererseits viel Geld für eine Profiküche auszugeben, wobei es sicher auch ein paar Nummern kleiner gegangen wäre. Zudem kritisierten wir, dass die Küche von einer Firma aus Hannover (485 km entfernt) und die Möbeleinrichtung von einer Firma aus Orsingen (bei Stockach, 220 km entfernt) geliefert werden. Wir baten deshalb die Verwaltung um Auskunft, ob bei dieser Ausschreibung (und bei wie vielen Ausschreibungen im Jahr 2025) der Gemeinderatsbeschluss vom September 2024 zur Berücksichtigung von ökologischen Wertungskriterien (z.B. Entfernungskilometer) bei den  Ausschreibungen der Gemeinde Durmersheim umgesetzt wurde. Dieser Beschluss, der auf einen Antrag der BuG zurückgeht, schützt nämlich die Umwelt (Vermeidung von Transportkilometern) und die örtlichen Unternehmen.

Dem Antrag des DRK Ortsvereins Hardt auf Förderung der Anschaffung digitaler Funktechnik stimmten wir gerne zu: Die Arbeit der vielen Ehrenamtlichen beim DRK verdient unseren Dank und unsere Unterstützung, und das mindeste, was wir tun können, ist dafür zu sorgen, dass das DRK mit zeitgemäßer Kommunikationstechnik ausgestattet werden kann.

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